Daily Stand-Up mit Kind(ern)

 

Tag 17 ohne Kindergarten. Tag 17 auch für meinen Sohn (3,5 Jahre) im Home-Office.

 Die Zusammenarbeit bei perXoom war schon seit unserer Gründung sehr digital geprägt. Das Home-Office ist unser regulärer Arbeitsplatz, der Austausch und die Abstimmungen erfolgen über Zoom, Slack, Trello, etc. Ein online Daily Stand-Up ist also nichts Ungewöhnliches. Ein Daily mit Kind(ern) ist hingegen in Zeiten ohne Kinderbetreuung ein völlig neues Erlebnis.

8:12 Uhr: „Papaaaaaaa, es ist hell draußen. Ich will nicht mehr schlafen.“ Okay, denke ich, Glück gehabt. Tag 16 hat um 5:12 Uhr angefangen.

8:25 Uhr: Kurze Erklärung warum man jeden Morgen aufs Neue die Zähne putzt. Geistesblitz: vielleicht kann das einer von unserem Team erklären und auf Zoom übertragen? Für alle Kinder im Team.

8:36 Uhr: „Papa, ich will Müsli. Ohne Joghurt und ohne Milch.“ Die Diskussion, ob Müsli doch nicht besser mit Milch schmeckt, vermeide ich. Schließlich konnte ich mich 16 Tage in Folge durchsetzen.

8:38 Uhr: Knabbergeräusche. „Kann ich Milch haben?“ Ja, Selbstorganisation funktioniert!

8:57 Uhr: „Papa, musst du mit den Jungs sprechen?“ Blick auf die Uhr. Stimmt, das Daily beginnt ja um 9:00. Der Kleine hat die Terminplanung besser drauf als ich. Kurzes Schämen, dann Rechner an.

9:03 Uhr: Mein Sohn sitzt inzwischen neben mir, winkt in die Kamera. „Hallo Jungs wie geht es Euch? Gut geschlafen?“ Gute Frage, hätte ich auch stellen können, bevor ich stolz über meine Arbeitsergebnisse von gestern erzählt habe.

9:06 Uhr: Ein Kollege übernimmt das Wort. „Hallo, wie geht’s deinen Kindern? Wo sind sie?“ Noch eine gute Frage. Hätte mir einfallen sollen. Mein Sohn zeigt Interesse am Leben und Gemütszustand meiner KollegInnen und ihren Familienangehörigen. Stolzer-Papa-Moment.

9:09 Uhr: „Papa, ich habe ein Loch in der Socke“. Wie man sich in nur 3 Minuten mit bloßen Händen in ein neues Paar Socken durchbohren kann, bleibt für mich ein Rätsel.

9:15 Uhr: Abschluss vom Daily. Alle Aufgaben sind verteilt, die Kinder winken sich zu und verabschieden jeden persönlich. Lachende Gesichter. Ist irgendwie schön so. Bin gespannt auf die Sprint-Planung.

9:16 Uhr: Versuche dem Kleinen eine Umarmung zu verpassen. Erhobener Zeigefinger: „Kurz kuscheln und dann arbeiten, okay Papa?“ Ja, Chef, wird gemacht.